Rondol

Hans Maier: "Herstellung fester Schäume - eine Art 'zweite Generation' der Extrusions-Technologie?"

02 Jun 2014

Die Herstellung von neuartigen Darreichungssystemen und porösen Implantaten in Form fester Schäume zeigt das enorme Potenzial der Schmelzextrusions-Technologie bei der Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen und medizintechnischen Erzeugnissen auf. Vielfach wird die Schaumextrusion deshalb als zweite Generation der thermoplastischen Polymerbearbeitung bezeichnet, bei der die klassische Polymerumformung mit der Kunst des Schäumens kombiniert wird. 

Rondol hat im Applikationslabor Straßburg einen 10 mm Zweischneckenextruder 40:1 L/D für die Herstellung von festen Schäumen ausgelegt. Als Trägermaterialien dienten pharmaübliche Polymere wie PVP-PVA oder Celluloseether, die mittels sub-kritischem Kohlendioxid unter verschiedenen Prozessbedingungen aufgeschäumt wurden. Als Referenzmaterial diente Paracetamol. Für die Herstellung von Schäumen konnten stabile Prozessbedingungen ausgearbeitet werden. Als kritische Grössen wurde neben der Temperaturführung der Druck und die Durchflussmenge von CO2 wahrgenommen. Besondere Aufmerksamkeit muss bei der Festlegung der Schneckenkonfiguration einer genügenden Druckfestigkeit auf- und abwärts der Injektionszone gewidment werden. Hier empfehlen sich Förder- oder Mischelemente mit negativer Steigung oder Elemente mit Feingewinde. Unter geeigneten Prozessbedingungen konnten überwiegend offenporige feste Schäume extrudiert werden.

Hans Maier, Technischer Direktor Rondol fasst zusammen: "Im Applikationslabor Straßburg bieten wir Ihnen individuelle und marktorientierte Dienstleistungen für die Polymerbearbeitung für - aber nicht beschränkt auf - Pharma-und Lebensmittelanwendungen. Zögern Sie nicht, uns für weitere Informationen zu kontaktieren.".